Verhaltenssteuerung in reaktiven Systemen:
Konstruktion von Master-Slave-Hierarchien in CIP-Modellen

Abstract

CIP-Modelle beschreiben reaktive Echtzeitsysteme als kooperierende Prozesse, die formal als erweiterte Zustandsmaschinen definiert sind. Mit Master-Slave-Hierarchien können solche Verhaltensmodelle flexibel und problemorientiert strukturiert werden. Das Verhalten eines Prozesses kann durch mehrere alternative Modi beschrieben werden. Jeder Modus wird durch eine Transitionsstruktur von Zustandsübergängen spezifiziert. Eine Master-Slave-Beziehung besteht aus einem Master-Prozess, der durch seinen aktuellen Zustand den aktiven Modus eines Slave-Prozess bestimmt. Ein Moduswechsel des Slave wird damit immer durch einen Zustandsübergang seines Master bewirkt. Mit solchen Verhaltenssteuerungen können hierarchische Verhaltensstrukturen erzeugt werden, die einen wichtigen Teil der Problemstruktur widerspiegeln. Für die grafische Konstruktion von Master-Slave-Hierarchien und deren automatische Umsetzung in ausführbare Software-Komponenten wird das Spezifikationswerkzeug CIP Tool® verwendet.